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Zu Fuss von Basel nach Jerusalem: Hanspeter und Annemarie Obrist berichten in Gemeinden von ihrer Aufsehen erregenden Reise. Wie geht es den Israelpilgern nun in der kleinen Schweiz?
Livenet: Was fällt einem an der Schweiz auf, wenn man so lange gepilgert ist?
Hanspeter und Annemarie Obrist: Diese Reise hat uns auf jeden Fall verändert. Wir sehen vieles mit neuen Augen. Uns fällt auf, dass in der Schweiz viel Wert auf Besitz gelegt wird. Dafür bleibt weniger Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen. Wir brauchen viel Zeit, um unseren Besitz zu erhalten, den wir nicht unbedingt benötigen.
Wir hatten einen sanften Wiedereinstieg. Zuerst konnten wir in Israel in einer Wohnung leben und uns so wieder ans sesshafte Leben gewöhnen. Zurück in der Schweiz, wohnten wir zuerst drei Wochen bei Annemaries Schwester. Im Moment leben wir in einer bereits möblierten Gästewohnung von Freunden in Rapperswil.
Was bleibt Ihnen von den Begegnungen unterwegs?
Einzelne Begegnungen wurden zu Freundschaften und wir stehen heute noch in Kontakt mit diesen Freunden. Als wir vor dem Gefängnis in Philippi in Nordgriechenland eine Filmaufnahme machten, kam eine Frau auf uns zu. Sie hatte viele Fragen. Nun hat sie uns in Rapperswil besucht und möchte ihr Leben mit Jesus gestalten. Auch ein Ehepaar aus der Türkei hat uns kürzlich besucht. Ein Mann hat uns von seinen Rückenproblemen geschrieben. Wir beten für ihn.
