- Magazin
- News
- Information
- Jesus
- Gott
- Glaube
- Gebet
- Christentum und andere Religionen
- Bibel
- Kirche
- Feiertage
- Wissen & Forschung
- Archiv
- ERlebt
- Ratgeber
- Community
- Service
Wer für andere Menschen betet, wünscht ihnen Gutes, zum Beispiel die Heilung von einer Krankheit. Dass dieses Gebet aber auch eine Wirkung auf ihn selbst und sein Beziehungsverhalten hat, wird jetzt durch eine amerikanische Studie bestätigt und näher beschrieben.
In einer ersten Studie beauftragten sie 26 Männer und Frauen, für ihren Beziehungspartner zu beten. Eine Kontrollgruppe hatte den Partner objektiv zu beschreiben. Danach mussten die Teilnehmenden Aussagen bewerten, die ihre Bereitschaft zu vergeben verrieten (beispielsweise: "Wenn mich mein Partner verletzt, sorge ich dafür, dass er das bereut."). Die Auswertung zeigte, dass die Beter gegenüber ihrem Partner nachsichtiger waren als die Kontrollgruppe.
Die Psychologen vermuteten, dass diese Sorge um Andere bei den Betern und Beterinnen grösser ist als in der Kontrollgruppe, und dass diese Sorge im positiven Sinn das Vergeben erleichtert. Die Untersuchung hat dies in der Tat deutlich bestätigt.
Nathaniel Lambert und seinen Kollegen haben dazu eine Erklärung gesucht und auch gefunden. Sie lautet: Normalerweise haben Paare gemeinsame Ziele. Wenn der oder die eine aber betrügt oder verletzt, erwacht im Anderen der Wunsch nach Vergeltung. Aus einer wir-bezogenen Sicht der Dinge wird schnell eine ich-bezogene. Durch Gebete könne dieser Zustand geändert werden: Die ich-bezogene Sicht werde wieder kleiner, und das trage zur grösseren Bereitschaft zu vergeben bei.
Die entsprechende Studie "Motivating Change in Relationships: Can Prayer Increase Forgiveness?" ist in "Psychological Science" erschienen.
