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Wulff – Zuppiger – Guttenberg – Hildebrand ... Weshalb wird die Diskussion rund um das Thema «sauberes und korrektes Verhalten» von Amtsträgern immer heisser? Dazu ein Beitrag von Chrischona-Direktor Markus Müller.
Es gibt eine glaubhafte These, die belegt, dass alles, was im Grossen und Globalen vorkommt, in Ansätzen immer auch unter uns Christen im überschaubaren Rahmen wirksam ist. Wenn beispielsweise die Finanzen von Staaten aus dem Ruder laufen, ist es nicht erstaunlich, wenn christliche Gemeinden und Werke über mangelnde Finanzen klagen. Analoges gilt in praktisch allen Lebensbereichen. Nicht zuletzt gilt dieses Prinzip auch im Bereich der Einschätzung und Beurteilung von Personen in Verantwortung. Zum Beispiel: Wie wird über die Menschen in Gemeindeleitungen geredet und geurteilt? Wie deuten wir Verhalten von hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, insbesondere von Predigern? Wie gut oder schlecht haben wir gelernt, mit Menschen umzugehen, die Fehler begangen haben und dazu auch stehen, vielleicht sogar um Verzeihung bitten? Wirft man einen Blick in christliche Kreise, ist durchaus ein Bedarf vorhanden, von- und miteinander zu lernen. Wenn christliche Gemeinschaften Orte der Hoffnung sind, dann muss auch gut mit Fehlern umgegangen werden. Dazu gehört nicht zuletzt der mündige persönliche und gemeinschaftliche Umgang mit eingestandenen und noch nicht eingestandenen Fehlern. Unsere Gesellschaft braucht Anschauungsmaterial, wie so etwas geht. Christen haben die besten Voraussetzungen dazu.
Zum Thema:
Blog der Pilgermission St. Chrischona
Hildebrands Rücktritt war konsequent
Hildebrands Fall
