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Viele Menschen sind krank und hoffen auf Heilung. Viele haben aufgegeben. – Behandeln wir nur die Symptome oder auch die Ursachen? Jesus tut beides.
In der Synagoge, wo Jesus am Schabbat, dem jüdischen Feiertag predigt, trifft er auf eine kranke Frau. Ihr Rücken ist stark verkrümmt; sie kann sich nicht mehr aufrichten. Er hört, dass die Krankheit vor achtzehn Jahren einsetzte und die Frau seither ununterbrochen leidet.
Jesus sieht nicht bloss das Krankheitsbild; er blickt dahinter und erkennt einen krank machenden Geist, einen Dämon der Schwachheit (Lukas, der dies beschreibt, ist Arzt). Dies zeichnet den Mann aus Nazareth aus: dass er nicht bloss über die Kraft zu heilen verfügt, sondern auch in die Menschen hineinblickt und Unsichtbares identifizieren kann.
Jesus ruft die Frau zu sich und heilt sie. Er sagt zu ihr: „Frau, du bist von deiner Schwäche erlöst" und legt ihr die Hände auf. Gleich richtet sie sich auf und preist Gott, der Jesus diese Vollmacht gegeben hat.
Der Mann aus Nazareth hat das ganzheitliche Wohl der verkrümmten Frau im Blick. Es genügt ihm nicht, sie zu trösten, er lindert ihre Schmerzen nicht nur - er löst die unsichtbare Fessel, die hinter der schmerzhaften Krankheit steht, und heilt sie in der Weise von innen heraus.
Manche Christinnen und Christen erfahren, wenn sie Jesus von ganzem Herzen nachfolgen und ihm ihre Schmerzen hinhalten, selbst Heilung - und darüber hinaus eine Zurüstung zum Dienen, welche ihnen ermöglicht, bei Mitmenschen diese Zusammenhänge zu entdecken und mit Gebet der Seele wohl zu tun, lösend und manchmal auch körperlich heilend zu wirken.
Die Geschichte von der verkrümmten Frau findet sich in der Bibel im Evangelium des Lukas, Kapitel 13.
Weitere Infos:
Jesus - Die Tour
