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Im Schatten der Hungersnot am Horn von Afrika leiden auch West- und Zentralafrika. Millionen Menschen fürchten den Hunger. Hilfswerke verstärken ihre Bemühungen, eine Hungersnot abzuwenden.
In Äthiopien, Somalia, Kenia und Dschibuti ist die Hilfe in vollem Gange. In der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren erhalten Hunderttausende Menschen, was sie zum Überleben brauchen. Doch nun drohen auch in Zentral- und Westafrika Hungersnöte, weil die erwarteten Regenfälle ausgeblieben und die Preise für Grundnahrungsmittel massiv gestiegen sind. Diesmal haben die Regierungen von Niger, Mali, Tschad, Burkina Faso und Mauretanien den Notstand früh ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten. In Niger informierte die Regierung, dass die Grundnahrungsmittel in der Mehrzahl der Dörfer ausgehen. Nach UN-Angaben droht in dem Land 390‘000 Kleinkindern der Hungertod.
Christliche Hilfswerke wirken in der «Sahel Working Group» (SWG) zusammen, um Hilfe zu koordinieren. Laut Ulrich Bachmann von TearFund Schweiz können auch Schweizer Organisationen zur Abwendung einer Katastrophe beitragen. In Ostafrika hätte man durch frühzeitiges und konsequentes Handeln zehntausende Menschenleben retten können. «Es ist deshalb entscheidend, dass so schnell wie möglich geholfen wird. Und dass nicht nur Nahrungsmittelhilfe ankommt, sondern auch in die Existenzgrundlagen der Menschen investiert wird, damit zukünftige Krisen besser bewältigt werden können.»
