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Fraser, zweiter Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation "Stolen Generations Alliance", warf der konservativen Regierung von John Howard am Donnerstag in Melbourne vor, Gelder nur für Projekte auszugeben, die Wählerstimmen versprechen. Die Forderung eröffnet eine politische Debatte zum zehnten Jahrestag des "Bringing Them Home"-Berichts, der am 26. Mai 1997 vorgelegt wurde. Der Regierungsbericht machte erstmals die jahrzehntlange Praxis öffentlich, australischen Ureinwohnern (Aborigines) zwangsweise ihre Kinder zu entreissen, um sie in Missionsschulen nach "weissen Werten" zu erziehen. Die katholische Kirche hatte sich als eine der ersten gesellschaftlichen Institutionen Australiens nach Veröffentlichung des Berichts offiziell für ihre Rolle bei den Aborigines entschuldigt.
Fraser verwies auf das positive Beispiel Kanada. Dort habe die Regierung vor kurzem Entschädigungszahlungen für jene Ureinwohner angekündigt, die als Kinder zwangsweise ihren Eltern weggenommen wurden. Er warf der Regierung vor, keine der Empfehlungen aus dem "Bringing Them Home"-Bericht zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation der Aborigines umgesetzt zu haben.
