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In der Hauptstadt Moskau liegt auch 90 Prozent des Kapitals. Russland ist reich an Bodenschätzen, und deshalb gibt es viele Fabriken, die sich dies zunutze machen. Russen, die von solchen Werken angestellt werden, sind auch ausserhalb der Metropolen Moskau und St. Petersburg finanziell abgesichert und können für ihren Lebensunterhalt sorgen. Dadurch entsteht langsam eine wachsende Mittelschicht.
Die Preise im Land werden aber mehr und mehr diesen Werklöhnen angepasst. Für Menschen, die keine Anstellung in einem Werk finden, ist dies eine Katastrophe. War es in den Provinzstädten früher schon schwierig, die wichtigsten Nahrungsmittel zu kaufen, ist es heute nahezu unmöglich. Viele Leute haben deshalb einen eigenen Garten mit einer Datscha (Gartenhaus). Diejenigen, die keine Möglichkeit dazu haben, fallen aber oft in Armut und Hoffnungslosigkeit.
Obwohl die Menschen aus ihren Schulden herauskommen wollen, schaffen sie es nicht. Um die unlösbaren Probleme zu verdrängen, suchen sie Trost im Alkohol. Für den Schulbesuch in Russland wird Geld von den Eltern gefordert. Die medizinische Betreuung war früher kostenlos, heute muss dafür bezahlt werden.“
Zusätzlich ist es wichtig, dass den Menschen nicht nur materiell geholfen wird, sondern dass sie auch eine Möglichkeit haben, in Gott neue Hoffnung und Sinn für ihr Leben zu finden. Deshalb sind wir Christen herausgefordert, neue Gemeinden zu gründen und die Menschen in ihrer Umgebung mit der ermutigenden Botschaft der Bibel bekannt zu machen.
Julia (16 Jahre) berichtet: „Ich möchte mich bedanken für eure Unterstützung und euer Verständnis. Meine Schwester und ich haben nun weniger Probleme mit Kleidung und Schulsachen. Früher hatten wir schon Schwierigkeiten Kugelschreiber, Hefte und Lehrbücher zu kaufen. Meine Familie (Mutter, Stiefvater und Oma) trinkt immer noch. Wir bekommen von ihnen wenig Fürsorge. Dank der Sozialarbeiterin von Vision Ost haben wir aber gute Menschen und Gott kennengelernt.“
Sich in Russland zu engagieren, beispielsweise ganz konkret mit einer Patenschaft (siehe www.visionost.ch ), gleicht wohl dem berühmten „Tropfen auf den heissen Stein“ – aber jedes Paar leuchtende Augen ist den Aufwand wert.
