Burqa-Verbot: Die Kaida droht Sarkozy

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In Frankreich „nicht willkommen": Die Burqa.
Der maghrebinische Zweig des Terror-Netzwerks Al-Kaida hat Frankreich mit Vergeltung gedroht. Staatspräsidenten Sarkozy hatte vor der Nationalversammlung betont, der Ganzschleier sei in Frankreich „nicht willkommen".

„Wir werden uns an Frankreich und an seinen Interessen rächen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln rächen, um der Ehre unserer Töchter und unserer Schwestern willen", liess sich der Chef der Maghreb-Kaida, Abu Mussab Abdul Wadud, laut einem US-Dienst im Internet vernehmen. Gegenüber solchen Provokationen und Ungerechtigkeiten könnten die islamischen Kämpfer nicht schweigen.

Dieser Feindseligkeit, schreibt Abdul Wadud, sollten alle Muslime „mit grösserer Feindseligkeit" entgegentreten und gegen alle Versuche Frankreichs kämpfen, „die gläubigen Männer und Frauen, die sich an die Lehren der islamischen Scharia halten, von ihrem Glauben abzubringen".

„Zeichen der Unterwürfigkeit"

Nicolas Sarkozy hatte am 22. Juni in feierlichem Ton für die Freiheit der Musliminnen votiert. Der Ganzschleier, der auch das Gesicht der Frau völlig verhüllt, sei „kein religiöses Zeichen, sondern ein Zeichen der Unterwürfigkeit, der Erniedrigung".

Ein Parlamentsausschuss soll innert sechs Monaten einen Bericht zum Tragen der Burqa (auch Niqab genannt) erstellen. In Frankreich sind Staat und Religion getrennt. Seit 2004 dürfen Schülerinnen und Studentinnen das Kopftuch in Schulen nicht tragen.

Datum: 03.07.2009
Quelle: Le Monde