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Zum Abschluss des Europäischen Jugendtreffens in Berlin hat die ökumenische Gemeinschaft von Taizé erneut zu weltweiter Solidarität und zum Teilen gemahnt. Gegen 30‘000 junge Christen aus 70 Ländern nahmen teil an der fünftägigen Begegnung mit Gebeten, Gesang und Diskussionen.
«Die Erschütterungen der Weltwirtschaft geben uns zu denken», sagte Frère Alois. Lösungen dafür seien jedoch nicht nur auf technischem Gebiet erforderlich, sondern auch in der Lebensführung. «Für die Zukunft von uns allen ist ein Teilen der materiellen Güter unumgänglich.»
Am Silvesterabend war der Berliner Dom, das grösste protestantische Gotteshaus Deutschlands, bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Ruhe suchende Berliner setzen sich spontan hinein. Punkt zwölf stimmte der Organist das Lied «Jubilate Deo!» an. Die Glocken läuteten das neue Jahr ein. Dann rief Frère Alois die Christen der Welt zur Einheit auf. Bei den tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche sei dies das Gebot der Stunde. Das Jugendtreffen habe ein Zeichen gegen die resignative Stimmung gesetzt, die viele Menschen in Europa erfasst habe. Eine Frau sagte beim Verlassen des Berliner Doms: «Taizé hat in unserer Stadt eine Lichtspur hinterlassen.»
