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Wo stehen die Spitzenkandidatinnen der Evangelische Volkspartei
(EVP)? Wo steht die Partei insgesamt? Eine Replik von EVP
Parteipräsident Heiner Studer auf einen Livenet-Text.
Für
EVP-Nationalratsmitglieder gehört das Umweltengagement seit langen
Jahren zu den Schwerpunkten. Die Bewahrung von Gottes Schöpfung ist ein
wertkonservatives Anliegen. Wem als Christ die Umwelt eine zentrale
Sorge ist – inkl. ein geordneter klarer Atomausstieg -, der wählt
naheliegenderweise EVP. Das Abstimmungsverhalten von Maja Ingold und
Marianne Streiff ist dasjenige zweier erfahrener Politikerinnen, welche
eine lösungsorientierte politische Mitte vertreten.
Peter Schmid schreibt richtigerweise von einem «Mitte-Gerangel».
Doch wer ist diese Mitte? Die BDP ist aus unserer Sicht keine
Mittepartei. Alle ihre jetzigen National- und Ständeratsmitglieder waren
vorher aktiv in der SVP. Bei der Gründung hielt die BDP selber fest,
dass sie eine freundliche Variante der SVP sein wolle. Die Grünliberalen
ihrerseits sind uns in den Umweltfragen sehr nahe, in den
Gesellschafts- und Wirtschaftsfragen sind sie jedoch auf der Linie des
Freisinns. Der Begriff der Mitte wird arg strapaziert. Als EVP arbeiten
wir auf der Basis der biblischen Grundwerte Glaube, Hoffnung und Liebe.
Politische Folgerungen daraus lassen sich nicht in ein
Links-Rechts-Schema zwängen.
Dass es 2007 zahlenmässig nicht mehr für eine EVP/EDU-Fraktion im
Bundeshaus reichte, war sehr bedauerlich. Wir beiden Parteien sind
Partner und naheliegenderweise auch ein wenig Konkurrenten. Wir pflegen
einen respektvollen Umgang miteinander. Bei den Nationalratswahlen war
die EVP im Kanton Zürich bereit, eine Listenverbindung lediglich mit der
EDU einzugehen. Diese gab der SVP den Vorzug. Deshalb war für die EVP
eine Listenverbindung mit den Fraktionspartnern im Bundeshaus – CVP und
GLP – naheliegend.
Kommenden Dienstagabend (18.10.2011, 20 Uhr) wird Heiner Studer an der Diskussionssendung «Prostitution - ein Beruf?» auf Radio DRS 1 teilnehmen.
Mehr zum Thema:
«E-Parteien im Schatten der Grossen»
Wahldossier 2011
Webseite:
Evangelische Volkspartei (EVP)
