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Der bibelfeste Brasilianer Grafite (32) lässt die Bundesliga hinter sich und heuert im Nahen Osten an. Künftig schnürt der Südamerikaner seine Fussball-Schuhe bei Al-Ahli in Dubai. In einem Interview sagte Ex-Wolfsburg-Star Grafite, dass er für seine Gegner betet.
Der 1979 in São Paulo geborene Stürmer hat eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich. Als Jugendlicher hat er durch den Verkauf von Mülltüten zum Lebensunterhalt der Familie beigetragen. Grafite: «Durch meine Geschichte weiss ich, das alles nicht selbstverständlich ist. Wichtig ist, wie du dich als Mensch verhältst, dass du respektvoll mit anderen umgehst – egal, welche Hautfarbe oder Religion sie haben.»
Er selbst bete nicht um Tore zu erzielen und zu gewinnen, sondern «damit ich, meine Kollegen und die Gegner nicht verletzt werden. Ich bete zu Gott, dass alle genauso das Feld verlassen, wie sie es betreten haben.»
Vor jeder Partie bete er Pslam 91, die Worte «Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: ‚Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.’», erklärte er einst der «Bild»-Zeitung. Und im «Aktuellen Sportstudio» sagte er: «Ich glaube, dass das, was in meinem Leben geschieht, Gottes Wille ist und dass er mir meinen Weg gezeigt hat, auch den Weg, Fußballspieler zu werden.» Seine Gabe, mit dem Ball umzugehen, sehe er als ein von Gott gegebenes Talent an. «Und das setze ich ein.»
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