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Man findet sie noch, diese Menschen, in unseren Gemeinden: Krankenschwestern, Diakone, Mütter, gute Seelen im Haus, die sich wirklich um die Menschen kümmern. Sie sind angesichts des wachsenden Individualismus, wo jeder zuerst an sich denkt, eine wunderbare Erscheinung. Aber man gewöhnt sich so leicht an sie. Zu schnell werden sie ausgenützt – und sie lassen sich oft übermässig einspannen, weil sie offensichtlich gar nicht anders können. Als Gemeindeleiter, Verantwortliche in christlichen Werken oder auch Freunde und Ehepartner haben wir die Aufgabe, auf solche Menschen zu achten und sie (manchmal vor sich selber) zu schützen.
Mit dem Konzept «Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst» zeigt Jesus, wie unser Lieben und Dienen gewichtet werden soll. Gesund lebt, wer gelernt hat, die drei Beziehungsebenen im Gleichgewicht zu halten: Die Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zu sich selbst. Nur noch auf Gott zu schauen, zeitigt religiöse Fanatiker. Egoisten, die sich selbst an nächsten sind, gibt’s zu viele und die übermässig Dienstbeflissenen brennen aus. Die Frau muss nun lernen, den Dreh mit den drei «Liebesgewichten» zu finden. Jesus nannte dies das «höchste Gebot und alles, was das Gesetz und die Propheten fordern. Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand...» und «liebe deinen Nächsten wie dich selbst!» (Die Bibel, Matthäus 22, Vers 37+38)
Bücher zum Thema:
Kerstin Hack: Selbstannahme
Christian A. Schwarz: Von der Kunst, Liebe zu schenken und selbst zu erleben
