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Es gibt eine Grundregel für Kommunikation, die - so scheint es - zu wenig beachtet wird: Kommunikation heisst nicht nur mitteilen, sondern auch empfangen, also aufnehmen, konzentriert zuhören oder lesen.
Sie halten das für eine Selbstverständlichkeit? Stimmt. Und dennoch sieht die Alltagspraxis meist anders aus: Da werden Gespräche geführt, während die Gedanken weit abschweifen; eingehende Mails werden nicht mehr gelesen, sondern nur noch «überflogen»; Menschen, die beim Zusammensein das, was ein anderer erzählt, nur als Sprungbrett nutzen, um ihre Dinge loszuwerden. Selbst in Pressekonferenzen und Interviews geraten manche Fragen der Journalisten eher zu einem Statement.
Zuhören erfordert Geduld. Zuhören achtet den, der redet und gibt ihm Raum. Zuhören bedeutet aber auch, nicht nur den Mund zu halten, sondern aktiv nachzufragen, um den anderen zu verstehen und wirklich begegnen zu können.
- Vor allem in Konflikten sind wir oft unfähig, wirklich zuzuhören. Üben Sie das. Versuchen Sie bei dem anderen zu sein.
- Wenn in einem Gespräch ganz dicke Luft ist, sollte man sich später viel Zeit zum Gespräch haben. Während einer redet, hört der andere zu und wiederholt den anderen, bis dieser der Meinung ist, dass er richtig wiedergegeben wurde; erst dann darf der andere reden. Das kostet viel Zeit und Kraft, aber es lohnt sich!
- Schaffen Sie sich Raum für innere Gespräche oder ein Tagebuch. Seien Sie mit sich selbst regelmässig im Gespräch.
