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Schneider warnte zudem vor zusätzlichem Druck auf die Sozialsysteme. Das Vertrauen der Menschen darin sei bereits erschüttert. Soziale Ungerechtigkeit sei ethisch verwerflich, sozial explosiv und ökonomisch kontraproduktiv, sagte er bei dem Treffen anlässlich der deutschen «Woche der Brüderlichkeit».
Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die Beziehungen zum Judentum, Bischof Heinrich Mussinghoff, würdigte in der Diskussion den Dialog, der in den letzten fünf Jahren gelungen sei. «Wir haben Gemeinsames zum Ausdruck gebracht, ohne Unterschiede ausser Acht zu lassen. Der Dialog zwischen Juden und Christen betrifft zunächst unsere Gemeinschaften. Er wirkt darüber hinaus auch in die Gesellschaft hinein.» Wenn es eine Debatte um das ethische Defizit ökonomischen Handelns gebe, müsse man neue Massstäbe setzen.
Zum Auftakt der «Woche der Brüderlichkeit» hatte am Sonntag der Architekt Daniel Libeskind die Buber-Rosenzweig-Medaille der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit erhalten. Die Treffen von Kirchenleitern und Rabbinern finden in dieser Art seit 2006 jährlich statt. Ihr Ziel ist eine Intensivierung der Beziehungen zwischen den beiden grossen Kirchen und den Rabbinerkonferenzen in Deutschland.
Quelle: EKD, epd
