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Derzeit wird der Africa-Cup ausgetragen, das Pendant zum Europa-Cup. Jesus.ch nimmt zehn der teilnehmenden Nationen in den Fokus und berichtet über eine positive Entwicklung. Heute steht Sambia im Zentrum.
Auf einer Reise nach Sambia habe ich Jane kennengelernt. Ihr Schicksal hat mich tief beeindruckt und mir gezeigt, wie wichtig die Familie und das Zueinanderstehen im Leben eines jeden von uns sind. Während schon in unserer funktionierenden und abgesicherten Gesellschaft die Geburt eines behinderten Kindes für die Familie eine grosse Herausforderung darstellt, sind die Konsequenzen derselben Situation in einem Entwicklungsland wie Sambia noch sehr viel schlimmer.Erstmals begegnete ich Jane im Jahr 2010. Als ich diese Familie nun knappe zwei Jahre später wieder besucht habe, war ich sehr erleichtert zu sehen, wie sehr unsere Unterstützung Jane’s Familie geholfen hat. Dank eines Mikrokredits konnte die Familie sich bisher 15 Hühner und 8 Enten zulegen. Auch dank der Unterstützung durch Saatgut kann Jane mit ihrer Familie heute ein ansehnliches Stück Land bewirtschaften. Mit der Hilfe von «TearFund» haben sich die Bauern des Dorfes zusammengeschlossen und arbeiten nun gemeinsam auf den Feldern.
Dadurch wird das Risiko durch Naturkatastrophen verringert und als Verband können sie effizienter auf dem freien Markt auftreten, um ihre Ernte gewinnbringend zu verkaufen. Der dadurch geförderte, soziale Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft ersetzt die bei uns nicht mehr wegzudenkende Krankenversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die Sozialhilfe.
Wenn Jane Zeit findet, liest sie gerne in der Bibel und besucht die Dorfkirche. Doch sie gesteht, dass bei der Arbeit auf dem Feld, mit den Tieren und den Kindern viel zu wenig Zeit dafür bleibt.
Zwar wird Sambias Entwicklung, wie bei den meisten Ländern im südlichen Afrika, durch die extrem hohe HIV-Infektionsrate, Korruption und die schlechte Infrastruktur stark gehemmt. Doch der Übergang zu einer demokratischen Republik mit freier Marktwirtschaft ist heute weit vorangeschritten. Sambia erweist sich als politisch stabiles Land mit jungen, doch gefestigten demokratischen Strukturen. Gerade bei den vielen Naturkatastrophen und politischen Unruhen weltweit im letzten Jahr vergisst man gerne die kleinen Erfolge, die eher im Privaten geschehen und oft verborgen bleiben; wie jene von Jane und Peter.
Die Autorin Isabelle Vianden ist TearFund-Projektleiterin fürs südliche Afrika.
Im Afrika-Cup stiess Sambia zweimal ins Finale vor, der 1974 und 1994 aber jeweils verloren ging; 1974 gegen das damalige Zaire und 1994 gegen Nigeria. Bei der Ausgabe 2012 ist die Nation mittlerweile ins Viertelfinale vorgestossen.
Webseite:
Sambia-Erlebnisreise mit dem Hilfswerk der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA)
Weitere Artikel aus der Serie «Africa-Cup»:
Sudan: Ganglieader kapitulierte
Niger: Echte Lebensbäume gepflanzt
Äquatorialguinea: «Unser Sohn liegt in der Erde Guineas»
Botswana: Einmal pro Jahr kam der Heiler
Marokko: Die Ruhe nach dem Sturm
