«Draussen in meinem Kopf»

Samuel Koch erhält seine erste Filmrolle

Bekannt wurde der Schauspieler Samuel Koch (30) durch seinen Unfall in der ZDF-Sendung «Wetten dass …?» Im Film «Draussen in meinem Kopf» spielt der bekennende Christ nun erstmals die Hauptrolle in einem Kinofilm. Halt und Kraft findet der nun für einen Filmpreis nominierte Schauspieler bei Jesus Christus.

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Filmausschnitt aus «Draussen in meinem Kopf»
Kürzlich wurde der Film mit Samuel Koch in der Hauptrolle beim Filmfestival «Max Iphüls Preis» in Saarbrücken vorgestellt.

Dass er seit 2010 querschnittgelähmt ist, habe allerdings nicht geholfen, die Rolle überzeugend zu spielen, sagt Koch. Vielmehr habe ihn die darzustellende Figur gereizt, «da ich mit dieser doch so genau gar nichts gemein habe.»

Im Streifen mimt er den 28-jährigen Sven, der an Muskeldystrophie leidet. Beim Festival wurde Koch für seine Darbietung als bester Nachwuchsschauspieler nominiert, gemeinsam mit seinem Filmkameraden Nils Hohenhövel (22).

Koch berührt und beschäftigt

Der Film, der ab dem 26. April im Kino zu sehen ist, wurde zudem mit dem Preis der deutsch-französischen Jugendjury ausgezeichnet. In der Würdigung steht unter anderem: «Ein Film, der uns nicht nur berührt, sondern auch anhaltend beschäftigt.»

In der Presse wird zudem hervorgehoben, dass Samuel Koch selbst nicht aufgegeben hat. Der Glaube bewahre ihn davor, aufzugeben.

Die Kraft, das Leben zu bestreiten, findet er bei Gott: «Ich könnte mir einen Alltag ohne Glauben nicht wirklich vorstellen. Ich brauche ihn. Mein Glaube ist mehr als nur ein psychologisches Konstrukt, das mich irgendwie über Wasser hält. Er ist wirklich auch Zuflucht und Rückzug und etwas, wo ich all den Mist vom Tag abladen kann.»

«Warum nicht ich?»

Vor einigen Jahren nahm Samuel Koch an einem Gottesdienst zum Thema «Wie kann Gott das zulassen?» teil. Bei diesem durften ihm die Konfirmanden Fragen stellen. Die titelgebende Frage beantwortete er mit: «Mein Glaube war zwar durch den Unfall erschüttert, aber gleichzeitig setzte ich mich weiterhin damit auseinander. Und am Ende stand die Überlegung: Wohin sonst sollte ich gehen?»

Koch hielt auch fest, dass ihm wichtig sei, eine Arbeit zu haben und welch wichtige Rolle Familie und Freunde spielen. Er sei neugierig, was das Leben für ihn noch bereithalte, welche Abenteuer und Überraschungen. Dazu gehört, dass er mittlerweile verheiratet ist.

Reformations-Botschafter

Im vergangenen Jahr war Samuel Koch auch Reformations-Botschafter. Das Neue Testament der Bibel sehe er als lebenserhaltend, «so dass ich mich fast schon mitverantwortlich dafür fühle, diese Botschaft anderen nahezubringen».


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Datum: 09.03.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet /Berner Zeitung / Kurier / Augsburger Allgemeine

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